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Gehirn / Nerven

Schlaflosigkeit durch GABA-Mangel

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Alle Lebewesen folgen dem Takt der inneren Uhr: Dieser Rhythmus steuert die Blütenöffnung bei Pflanzen oder die Herzfrequenz der Tiere. Beim Menschen ist die innere Uhr unter anderem für den reibungslosen Ablauf des Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich. Wichtig ist, dass sie im richtigen Takt bleibt – nur so kann sie den gesunden und damit erholsamen Schlaf gewährleisten.
Dafür sorgt der Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure (GABA), fanden Wissenschaftler von der Harvard Medical School in Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) jetzt heraus. Im Gehirn von Insomnie (=Schlaflosigkeit) Patienten konnten Forscher eine um 30 Prozent geringere GABA-Konzentrationen nachweisen.
Befreien Sie sich von den schlaflosen Nächten und wachen Sie morgens wieder ausgeschlafen auf!Mit Hilfe von Magnetresonanzspektroskopie untersuchten Dr. John Winkelmann und Kollegen eine Gruppe von Patienten, die an Schlafstörungen litten, sowie eine Kontrollgruppe. Außerdem wurde von allen Teilnehmern eine Polysomnografie erstellt. Die Polysomnographie stellt die umfangreichste Untersuchung des Schlafes einer Person dar. Mit dieser Technik werden mehrere unterschiedliche Körperfunktionen kontinuierlich während der ganzen Nacht in einem Schlaflabor überwacht.

Das Ergebnis der Studie zeigte einen signifikanter Zusammenhang zwischen den GABA-Konzentrationen im Gehirn der Probanden und dem Ausmaß der Schlaflosigkeit. Dabei wurde bei Insomnie-Patienten eine um ca. 30 Prozent verringerte Konzentration des Neurotransmitters festgestellt. Dieses GABA-Defizit verhindere ein "Herunterfahren" verschiedener Hirnregionen, vermuten die Forscher. Die Betroffenen litten an Schlafstörungen, die nicht durch andere sekundäre Ursachen zu erklären seien.

Der Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure ist jedoch nicht nur für gesunden Schlaf essentiell. Die Entwicklung und Funktion des menschlichen Gehirns hängt wesentlich von der Verfügbarkeit von GABA ab. Zahlreiche Gesundheitsstörungen wie das prämenstruelle Syndrom (PMS), Epilepsie und Schizophrenie stehen in einem engen Zusammenhang mit einem Mangel an GABA.
Aktualisiert ( Donnerstag, 01. Oktober 2009 um 07:23 )  

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