Tinnitus: Endlich Ruhe im Kopf!
Freitag, 21. Oktober 2011 um 09:13
Lisa Oberländer
Ich höre was, was du nicht hörst - und 5% der Bevölkerung kennen es besser, als es ihnen lieb ist. Überall auf der Welt gibt es ständig Geräusche. Betrachten wir eine Stadt: Auch sie hat ihr eigenes, ganz spezifisches Grundgeräusch. Sind Sie neu in einer Stadt, lauschen Sie erst einmal neugierig und versuchen vielleicht sogar, dieses oder jenes herauszuhören oder zu interpretieren. Bereits nach kurzer Zeit nehmen Sie das Grundgeräusch jedoch gar nicht mehr wahr. Es wurde einfach ausgeblendet. Ganz genauso wie mit der Stadt verhält es sich auch mit dem menschlichen Körper. Er steckt voller verschiedenster Geräusche. Denken Sie an Ihren Herzschlag oder daran, wie das Blut durch Ihre Adern fließt. Sie nehmen die Geräusche in Ihrem Körper - mit wenigen Ausnahmen - nicht wahr. Ein Sonderfall entsteht beispielsweise, wenn Sie sich bewusst auf Ihre Atmung konzentrieren. Jetzt hören Sie - je nachdem, ob Sie durch Nase oder Mund atmen - das Atemgeräusch an der entsprechenden Stelle ganz bewusst. Ist Ihre Aufmerksamkeit nicht mehr darauf gelenkt, kehrt wieder Ruhe ein. Verglichen mit dem Sehen, ist das Hören eine weniger aktive Angelegenheit. Gefällt Ihnen ein Anblick nicht, so wenden Sie sich ab oder schließen die Augen. Einfach mal so weghören oder über-hören klappt nicht ganz so simpel. Die Ohren lassen sich zwar zuhalten, jedoch nicht abschalten.  Tinnitus ist ein akustischer Sinneseindruck, der zusätzlich zum Schall, welcher auf das Ohr trifft, wahrgenommen wird. Diese Wahrnehmung beruht auf einer Störung der Hörfunktion und hat nichts mit den Geräuschen in der Umgebung des Patienten zu tun. Die Art der scheinbar wahrgenommenen Geräusche kann vielfältig sein. Die Palette reicht von Brummen, Pfeifen, Zischen und Rauschen über Donnern und Zwitschern bis hin zum Stimmengewirr.
Aktualisiert ( Freitag, 21. Oktober 2011 um 09:21 )
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Demenz! Vitamin B12-Mangel verstärkt geistigen Verfall
Freitag, 21. Oktober 2011 um 09:09
Lisa Oberländer
Dass B12-Mangel den geistigen Abbau im Alter verstärken kann, haben US-amerikanische Forscher jetzt bei einer Studie an 121 älteren Menschen herausgefunden. Im Fachmagazin "Neurology" berichteten die Wissenschaftler, dass ein niedriger Vitamin B12-Spiegel im Blut die Wahrscheinlichkeit auf spätere Probleme mit der geistigen Leistung erhöht. Ebenso ist der Abbau von Gehirnmasse sei bei solchen Patienten vergrößert. Vitamin B12 ist an der Zellteilung sowie der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt. Es ist nötig für die Bildung von Myelin, der schützenden Schicht für viele periphere Nervenstränge des Rückenmarks und des Gehirns. Das Vitamin spielt für ein gut funktionierendes Nervensystem eine wichtige Rolle. Schon lange ist bekannt, dass Vitamin B12-Mangel zu Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit führen kann. Jetzt fanden Wissenschaftler Anzeichen dafür, dass Demenz tatsächlich durch einen zu geringen Gehalt dieses Vitamins gefördert wird. "Unsere Ergebnisse stützen die Annahme, dass ein Vitamin B12-Mangel ein potenzieller Risikofaktor für das Schrumpfen des Gehirns und den geistigen Abbau ist", sagt Studienleiterin Christine C. Tangney vom Rush University Medical Center in Chicago. 
Aktualisiert ( Freitag, 21. Oktober 2011 um 09:23 )
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Studie: Ginkgo schützt Nervenzellen
Dienstag, 26. Juli 2011 um 08:12
Lisa Oberländer
Um das Älterwerden kommt niemand von uns herum. Es macht sich nicht nur äußerlich bemerkbar, wenn sich graue Haare und Fältchen zeigen. Auch das Herz gerät leichter einmal aus dem Takt, die Gelenke murren frühmorgens und das Lösen komplexer Mathematikaufgaben ist schon lange nicht mehr Freizeitbeschäftigung Nummer eins. Wenn Nervenzellen altern, nimmt die Aktivität ihrer Mitochondrien ab. Es entsteht ein Energiemangel, der als Folge die weitere Zellalterung der Neuronen bis hin zum Zelluntergang fördert. Dieser Kreislauf lässt sich mit Ginkgo durchbrechen, wie Heidelberger Forscher in einem Zellmodell zeigen konnten. Von der befruchteten Eizelle bis hin zur Geburt entwickelt sich das Gehirn mit einer Geschwindigkeit von 250.000 Nervenzellen pro Minute. Bei der Geburt verfügt jede menschliche Hirnzelle über ungefähr 2.500 Kontaktstellen zu anderen Nervenzellen. Bei einem Kind im Alter von drei Jahren sind es sogar über 15.000. In den folgenden 15 Jahren werden diese Verbindungsstellen wieder reduziert bis nur noch etwa 10.000 übrig bleiben. Das sollten genau die sein, die wir aufgrund der erlernten Lebensführung tatsächlich benötigen. Der Reifungsprozess des Gehirns gilt mit 18 Jahren als abgeschlossen.  In den Folgejahren werden die Kontaktstellen zu anderen Nervenzellen immer wieder optimiert und umgebaut - je nachdem, welche Leistung dem Gehirn abverlangt wird. Je schneller der Umbau und je komplexer die Vernetzung, umso leistungsfähiger ist das Gehirn.
Aktualisiert ( Dienstag, 29. November 2011 um 08:34 )
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Hirnabbau im Alter - So schützen Sie sich
Montag, 22. November 2010 um 08:54
Lisa Oberländer
So schlimm es klingt, aber im Alter schrumpft auch das Gehirn. Niemand möchte das wirklich wahrhaben, doch dieser Prozess ist völlig normal und gehört einfach zum betreffenden Lebensabschnitt dazu. Wie man dem Abbau von Hirnmasse entgegen wirken kann, haben jetzt Forscher aus Oxford herausgefunden. 271 Personen, die über 70 Jahre alt waren und bereits die ersten Symptome der beginnenden Demenz-Form zeigten, erhielten während der Oxford-Studie (Smith et al. 2010, Jplos) zwei Jahre lang täglich entweder ein Placebo oder ein Kombinationspräparat mit den Vitaminen B6, B12 und Folsäure. Bei den Patienten, die den "Vitamin-Cocktail" erhielten, wurde das Fortschreiten der Demenzsymptome im Gegensatz zur Placebo-Gruppe um erstaunliche 30 Prozent vermindert. Noch beeindruckender waren die Ergebnisse bei den Patienten, die zu Beginn der Studie einen erhöhten Homocysteinspiegel hatten: Hier wurde nicht nur der Homocysteinspiegel auf Normalwerte gesenkt, sondern der Hirnschwund sogar um sensationelle 53 Prozent verringert. Die Autoren beobachteten zudem, dass die geistige Leistungsfähigkeit umso besser war, je geringer der Hirnabbau voranschritt. "Ein wichtiger Faktor im Kampf gegen Demenz und Alzheimer ist eine Verbesserung der Durchblutung, wodurch das Gehirn wieder mehr Sauerstoff erhält", so der Pharmakologe Prof. Dr. C.-P. Siegers (Universität Lübeck). Hier kommt dem Stickstoffmonoxid (NO) eine bedeutende Rolle zu. Es wird im Körper aus dem Eiweißbaustein Arginin freigesetzt, erweitert die Blutgefäße und verbessert die Durchblutung im gesamten Organismus. Werden die Vitamine B6, B12 und Folsäure mit Arginin kombiniert, wird nicht nur durch die B-Vitamine das Homocystein gesenkt und der Hirnabbau gebremst, sondern durch Arginin auch die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessert.
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