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Östrogene in Trockensuppen und Shrimps

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Zusatzstoffe von Nahrungsmitteln könnten östrogene Wirkung besitzen, von der man bisher nichts wusste. Das haben Biochemiker der Universität Parma herausgefunden. Diese Substanzen ahmen als synthetische Chemikalien die Wirkung natürlicher Östrogene nach. In hoher Dosis bringt man sie mit diversen Gesundheitsschäden in Verbindung - von verringerten Spermienzahlen bei Männern bis zum erhöhten Brustkrebsrisiko bei Frauen.

Alessio Amadasi und Kollegen überprüften an einer Datenbank von 1.500 als Nahrungszusatz verwendeten Stoffen eine neue Nachweismethode für östrogen wirkende Substanzen. Zwei Substanzen offenbarten dabei bislang unbekannte östrogene Effekte.


Eines davon ist das Konservierungsmittel Propylgallat, das Fette und Öle vor dem Ranzigwerden schützt und unter anderem in Kuchenmischungen, Knabber-Erzeugnissen, Trockensuppen oder Kaugummi eingesetzt wird. Das zweite ist 4-Hexylresorcinol, das bei Schalentieren wie Shrimps Verfärbungen verhindert.
Mit der Verwendung von Propylgallat und 4-Hexylresorcinol als Zusatzstoffe in der Nahrung sollte man vorsichtig sein, so das Fazit der Autoren.

 

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Schlagzeilen

Jede zehnte Frau in Mitteleuropa ist betroffen. Fast 18.000 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 62 Jahren. Zunehmend sind jüngere Frauen betroffen.

Es gibt eine Reihe von Einflussfaktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen: erbliche Belastung, früh einsetzende Menstruation, spät einsetzende Menopause, Kinderlosigkeit oder späte Geburt des ersten Kindes. Auch die Lebensweise spielt eine Rolle: Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkohol erhöhen das Brustkrebsrisiko.

Wenn Mutter und Großmutter oder mindestens zwei andere Verwandte an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt waren/sind, könnten Sie aus einer "Krebsfamilie" stammen. Sie könnten so genannte "Brustkrebsgene" in sich tragen. Frauen mit dieser genetischen Vorbelastung haben ein 50- bis 80%iges Risiko, im Laufe ihres Lebens Brustkrebs zu bekommen und ein 60%iges Risiko, dass auch in der zweiten Brust irgendwann ein Tumor wächst.

Im Brustkrebsmonat Oktober dreht sich jedes Jahr alles um Vorsorge, Früherkennung und Vorbeugung. Bis zu zwei Drittel aller Krebsfälle wären vermeidbar, schätzen Experten – wenn sich alle Menschen an einfache Regeln zur Krebsvorbeugung und Früherkennung halten würden. Doch die Zahl neuer Brustkrebs-Erkrankungen ist binnen 30 Jahren weltweit um mehr als das Doppelte gestiegen, berichtet das Fachmagazin "The Lancet" in seiner Online-Ausgabe. Demnach gab es 1980 weltweit etwa 640.000 Brustkrebs-Neuerkrankungen, drei Jahrzehnte später waren es schon 1,6 Millionen.