Zusatzstoffe von Nahrungsmitteln könnten östrogene Wirkung besitzen, von der man bisher nichts wusste. Das haben Biochemiker der Universität Parma herausgefunden. Diese Substanzen ahmen als synthetische Chemikalien die Wirkung natürlicher Östrogene nach. In hoher Dosis bringt man sie mit diversen Gesundheitsschäden in Verbindung - von verringerten Spermienzahlen bei Männern bis zum erhöhten Brustkrebsrisiko bei Frauen.
Alessio Amadasi und Kollegen überprüften an einer Datenbank von 1.500 als Nahrungszusatz verwendeten Stoffen eine neue Nachweismethode für östrogen wirkende Substanzen. Zwei Substanzen offenbarten dabei bislang unbekannte östrogene Effekte.
Eines davon ist das Konservierungsmittel Propylgallat, das Fette und Öle vor dem Ranzigwerden schützt und unter anderem in Kuchenmischungen, Knabber-Erzeugnissen, Trockensuppen oder Kaugummi eingesetzt wird. Das zweite ist 4-Hexylresorcinol, das bei Schalentieren wie Shrimps Verfärbungen verhindert.
Mit der Verwendung von Propylgallat und 4-Hexylresorcinol als Zusatzstoffe in der Nahrung sollte man vorsichtig sein, so das Fazit der Autoren.






