• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home Diabetes Alarm: Immer mehr diabetesbedingte Amputationen
Diabetes

Alarm: Immer mehr diabetesbedingte Amputationen

E-Mail Drucken PDF

Etwa 62.000 Amputationen werden in Deutschland pro Jahr vorgenommen. Hauptursache ist Diabetes mellitus und das von ihm ausgelöste Diabetische Fußsyndrom. Interne Statistiken der KKH-Allianz deuten auf einen "deutlichen Anstieg" zwischen 2006 und 2008 hin.

Mediziner befürchten einen drastischen Anstieg von Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen in Europa. Bis 2020 werden Prognosen zufolge doppelt so viele Kinder unter fünf Jahren an Typ-1-Diabetes erkrankt sein wie noch 2005, haben Forscher um Professor Chris Patterson aus Belfast berichtet.

Mehr als ein Drittel der Diabetiker stirbt ein Jahr nach der Amputation, rund die Hälfte innerhalb von drei und etwa zwei Drittel innerhalb von fünf Jahren. Bei der Hälfte der Beinamputierten musste innerhalb der nächsten vier Jahre auch am anderen Bein amputiert werden. Nach einer Oberschenkelamputation muss über die Hälfte dieser Patienten in einem Pflegeheim betreut werden. Von den Unterschenkel-Amputierten sind 30 Prozent nicht mehr gehfähig.


Diabetes mellitus (übersetzt: „honigsüßer Durchfluss) oder die Zuckerkrankheit ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten und beschreibt deren ursprüngliches Hauptsymptom: Ausscheidung von Zucker im Urin. In der Antike wurde die Diagnose durch eine Geschmacksprobe des Urins gestellt, denn der Harn von Personen mit Diabetes weist bei erhöhtem Blutzuckerspiegel einen durch Zucker süßlichen Geschmack auf.

Es werden hauptsächlich zwei Diabetesformen unterschieden: Typ-1-Diabetes beginnt meist in der Jugend und entsteht durch die Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen. Typ-2-Diabetes betrifft dagegen meist ältere Menschen, zunehmend sind aber auch jüngere Personen und sogar Kinder betroffen. Er beginnt langsam und beruht auf einer zunehmenden Unempfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Insulin. Daneben gibt es noch einige seltenere Diabetes-Sonderformen und den Schwangerschaftsdiabetes.

Typische Symptome von Diabetes mellitus sind häufiges, starker Durst, geringer Appetit, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kraftlosigkeit, Heißhungerattacken (besonders zu Beginn der Krankheit), Infektanfäligkeit (vor allem Harnwegsinfekte und Infektionen der Haut), Juckreiz, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Muskelkrämpfe, Bewusstseinsstörungen.

Die Diagnose Diabetes mellitus steht unabhängig von Alter und Geschlecht, wenn an mindestens zwei verschiedenen Tagen erhöhte Blutzuckerwerte gemessen wurden.

Es gelten folgende Werte:

  normal  gestörte Glukosetoleranz Diabetes
Nüchtern-Wert < 100 mg/dl
(< 5,6 mmol/l)
≥ 100 bis < 126 mg/dl
(≥ 5,6 bis < 7,0 mmol/l)
≥ 126 mg/dl
(≥ 7,0 mmol/l)
Nicht-nüchtern Wert < 140 mg/dl
(< 7,8 mmol/l)
≥ 140 bis < 200 mg/dl
(≥ 7,8 bis < 11,1 mmol/l)
≥ 200 mg/dl
(≥ 11,1 mmol/l)

Eine lebenslange, sorgfältige Blutzuckereinstellung ist bei Diabetes mellitus entscheidend, um Spätschäden zu verhindern, die im Wesentlichen durch Veränderungen der Blutgefäße hervorgerufen werden. Zu solchen Spätschäden gehören der Herzinfarkt, der Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine und Füße, Veränderungen der Netzhaut, die zum Erblinden führen können, Störungen der Nierenfunktion bis hin zum Nierenversagen und Erektionsstörungen. Durch Zuckerschäden an den Nerven können Taubheitsgefühle und Gefühlsstörungen auftreten.

Aktualisiert ( Donnerstag, 01. Oktober 2009 um 07:09 )  

Umfragen

Gehen sie zum Heilpraktiker?
 

Werbung


Schlagzeilen

Erst kürzlich wurde es in den Medien der Fachkreise veröffentlicht. Das Haarausfallmedikament Finasterid steht möglicherweise mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko bei Männern in Zusammenhang. Davor warnt die Europäische Arzneimittelagentur EMA aufgrund von Fallberichten, schreibt die aktuelle Ausgabe (3/2010) des "Bulletin zur Arzneimittelsicherheit". Herausgeber sind das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Das Medikament wird in einer fünf-Milligramm-Dosis bei gutartiger Prostatavergrößerung und in einer ein-Milligramm-Dosis bei hormonell bedingtem Haarausfall eingesetzt.

Die männliche Glatzenbildung ist - wie einiges andere auch - eine unnütze Erfindung der Natur. Die einen bezeichnen den Verlust des Kopfhaares als Ausdruck von Maskulinität, andere haben Angst davor und stellen Haarausfall mit dem Verlust der eigenen Potenz auf eine Stufe. Zurecht, denn immer mehr Männer leiden frühzeitig an Erscheinungen der Glatzenbildung. Jeder fünfte Mann verliert im Laufe seines Lebens fast alle Haare und jeder zweite immerhin einen Teil. Vor allem Singles und eitle Männer leiden sehr unter dem zunehmenden Durchscheinen der Kopfhaut.