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Fettleber als Diabetes-Ursache

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Verfettung der Leber, eine häufige Folge von Übergewicht, ist eng mit Diabetes Typ 2 verknüpft. Einige Forscher betrachten sie sogar als Auslöser für die Insulinresistenz - die verminderte Wirkung des Blutzuckerhormons, die zum Diabetes führt. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich der Veröffentlichung neuer Studien hin. Die Bedeutung der Fettleber wurde lange Zeit unterschätzt, meint Professor Dr. Michael Roden vom Hanusch-Krankenhaus, Wien.
Der Grund: Die Diagnose war umständlich. Sie erforderte eine Gewebeprobe aus der Leber. Außerdem galt die Fettleber lange als harmlos. Zu Unrecht, denn neue Studien deuten nach Meinung des Experten darauf hin, dass die Fettleber von zentraler Bedeutung für die Entstehung des Metabolischen Syndroms ist. Darunter versteht man das Zusammentreffen der Risikofaktoren bauchbetontes Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und erhöhter Blutzucker. Die Folgen sind vorzeitige Gefäßverkalkung sowie eventuell Herzinfarkt und Schlaganfall. Allein dies sei Grund genug, die Fettleber ernst zu nehmen, so der Forscher. Die Verfettung kann aber auch der Leber selbst schweren Schaden zufügen. Die Folgen sind die gleichen wie beim übermäßigen Alkoholgenuss: Leberentzündung (Nicht-alkoholische Steatohepatitis, NASH), dann ein Vernarben des Organs und schließlich eine tödliche Leberzirrhose. Einer Leberverfettung beugt man am besten durch die gleichen Maßnahmen vor, die auch einen Diabetes verhindern - durch ausgewogene Ernährung und viel Bewegung. Ist die Leber bereits verfettet, zeigen erste, kleine Studien eine Verbesserung durch Medikamente, die auch in der Behandlung des Diabetes Typ 2 eingesetzt werden. Für eine endgültige Empfehlung sind allerdings größere Studien erforderlich, sagen Experten. Ein anderer Behandlungsansatz ist hingegen gescheitert. Da das Fortschreiten der Fettleber zum NASH mit Sauerstoffradikalen in Verbindung gebracht wird, die bei vielen Stoffwechselreaktionen entstehen, sollten Radikalenfänger wie Vitamin E helfen. Entsprechende Studien haben jedoch gezeigt, dass bei einer langfristigen Einnahme die negativen Effekte überwiegen.
Aktualisiert ( Donnerstag, 01. Oktober 2009 um 07:09 )  

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Wissenschaftliche Studie legt nahe, dass Männer früher mit der Darmkrebsvorsorge beginnen sollten als Frauen

Die Darmspiegelung erkennt Vorstufen – so genannte Adenome - und frühe Formen von Dickdarmkrebs. Dadurch sinkt das Risiko, an den Tumoren zu erkranken und zu sterben. Der Nutzen der „Koloskopie“ in der Vorsorge des Dickdarmkrebses gilt in der medizinischen Fachwelt mithin als gesichert. Weniger klar ist allerdings, in welchem Alter die erste Darmspiegelung erfolgen sollte. Derzeit empfehlen medizinische Fachgesellschaften Menschen ohne familiäre Vorbelastung für Dickdarmkrebs, sich ab dem 55. Lebensjahr alle 10 Jahre per Koloskopie untersuchen zu lassen. Im Sinne einer bevölkerungsweiten Vorsorge erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Untersuchung ab diesem Alter. Zwischen Männern und Frauen wird allerdings nicht unterschieden, ein für Prof. Dr. Frank Kolligs im Lichte einer neuen Studie „unbefriedigender Zustand“. Der Leitende Oberarzt der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Klinikums der Universität München und seine Kollegen haben die Daten von 625.000 Koloskopien detailliert ausgewertet, die die kassenärztliche Vereinigung Bayern dokumentiert hat. Eindeutiges Resultat: „Männer haben in jedem Alter ein deutlich höheres Risiko als Frauen, dass im Rahmen einer Darmspiegelung ein fortgeschrittenes Adenom oder Darmkrebs gefunden wird“, wie Prof. Kolligs erklärt. Konsequenterweise sollten Männer früher mit der Dickdarmkrebs-Vorsorge beginnen als Frauen.