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Wie Mikronährstoffe das Risiko für Makuladegeneration verringern

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Die altersabhängige Makualdegeneration (AMD) ist in Europa die häufigste Ursache für eine Erblindung bei Personen über 55 Jahren. Die sich wandelnde Altersstruktur fördert zudem einen kontinuierlichen Anstieg der Erkrankungen.

Risikofaktoren sind sowohl Alter und Veranlagung, aber auch Erkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose, Fettstoffwechselstörungen und Umwelt-Einflüsse. Das Sonnenlicht mit seinen blauen und ultravioletten Strahlen scheint bei der Entstehung von AMD eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen. Rauchen und unausgewogener Ernährung tun ihr Übriges. Auch eine blaue oder helle Irisfarbe erhöhen das AMD-Risiko, berichtete Dr. Angela Zipf-Pohl, niedergelassene Augenärztin in Köln, auf einer Fortbildungsveranstaltung in Taufkirchen.

Die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens, wird zum Lesen und zum detaillierten Erkennen benötigt. Sie kann jedoch mit fortschreitendem Alter ihre Funktionsfähigkeit verlieren.

Am 17. Oktober 2011 berichtete die Ärztezeitung (www.aerztezeitung.de) darüber, welche Mikronährstoffe den oxidativen Stress im Auge von Patienten mit Altersbedingter Makuladegeneration reduzieren können.

Dass die Zellen in der Retina von AMD-Patienten oxidative Schäden aufweisen, ist bereits nachgewiesen worden. Eine an antioxidativen Mikronährstoffen reiche und  ausgewogene Ernährung kann helfen, einer AMD vorzubeugen oder den Verlauf einer bereits manifesten AMD günstig beeinflussen. Ebenso ist es naheliegend, den natürlichen Schutzmechanismus des Auges durch antioxidative Mikronährstoffe zu unterstützen.
Vitamin C und E, die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin sowie Bioflavonoide gelten als Radikalfänger. Aber auch die ausreichende Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren spielt eine Rolle zur AMD-Risikominderung.

So wurde in der AREDS-Studie (Age Related Eye Disease Study), bei mehr als 3500 Patienten mit trockener altersabhängiger Makuladegeneration der Effekt von täglich 500 mg Vitamin C, 400 IE Vitamin E, 15 mg Beta-Carotin, 80 mg Zink und 2 mg Kupfer geprüft. Bei fortgeschrittener AMD konnte die Rate einer weiteren Verschlechterung des Augenhintergrundbefundes um 34 Prozent und die der Sehschärfe um 27 Prozent reduziert werden.

In einer anderen Studie ergab sich bei alten Menschen ein um 36 Prozent reduziertes AMD-Risiko, wenn diese öfter als einmal pro Woche Omega-3-Fettsäuren-reichen Fisch aßen.
Die LAST-Studie (Lutein Antioxidant Supplementation Trial, 2004) hat belegt, dass eine gezielte Therapie von AMD-Patienten mit Lutein Sehschärfe bzw. Kontrastempfindlichkeit bessert.

Eine noch laufende Folgestudie der US-amerikanischen AREDS2 (www.areds2.org) untersucht die Auswirkungen einer Nahrungsergänzung mit Lutein und Zeaxanthin und/oder Omega-3-Fettsäuren bei AMD- und Kataraktpatienten. Mit ersten Ergebnissen ist in zwei Jahren zu rechnen.

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Aktualisiert ( Freitag, 21. Oktober 2011 um 09:25 )  

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Schlagzeilen

Vitamin D kann vor Krebs schützen. Darauf weist Edward Giovannucci von der Harvard Universität in einem Übersichtsartikel hin.
Bereits in den 1980er Jahren kam die Hypothese auf, dass Vitamin D könne vor Krebs schützen kann. Diese Annahme gründete auf der Tatsache, dass Sonnenexposition die Vitamin-D-Spiegel erhöht und ein ständiger Aufenthalt in sonnenarmen Gebieten mit einer erhöhten Rate bestimmter Krebsarten einhergeht.
Giovannucci fasst noch einmal die Ergebnisse der Harvard-Kohortenstudien zusammen, die neben zahlreichen Fragestellungen auch der Vitamin-D-Hypothese nachgingen. Es handelt sich dabei um die Nurses' Health Studie, die Health Professionals Follow-Up Stude und die Physicians' Health Studie. Analysiert wurde, ob Plasmaspiegel und Aufnahme des Vitamins mit Nahrung oder Supplementen die Inzidenz maligner Tumoren beeinflussen.