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Home Augen Jeder Dritte ist von Altersblindheit bedroht: Selbsttest
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Jeder Dritte ist von Altersblindheit bedroht: Selbsttest

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Weltweit sind 733 Millionen Menschen blind oder schwer sehbehindert. Jede dritte Person im Rentenalter erwischt sie irgendwann - die altersbedingte Makula-Degeneration. Erste Anzeichen sind ein grauer Punkt in der Mitte des Sehfeldes und das unscharfe Erscheinen von Linien.

Wissenschaftler der Universitätsklinik Jena haben herausgefunden, dass der natürliche Farbstoff Lutein das Fortschreiten einer altersbedingten Netzhautzerstörung stoppen kann.

Testen Sie sich selbst! Könnten auch Sie zu den Betroffenen gehören? Der Amsler-Gitter-Test gibt Ihnen eine erste Auskunft:
Halten Sie einen Abstand von ca. 30cm zu unten stehenden Gitter. Insofern Sie eine Lesebrille nötig haben, tragen Sie diese bitte. Halten Sie ein Auge zu. Fixieren Sie mit dem anderen Auge den schwarzen Punkt in der Mitte.
Sind alle Linien gerade? Haben alle Quadrate die gleiche Größe? Sehen Sie alle vier Ecken?
Oder sind leere, verzerrte, verschwommene Stellen oder gewellte Linien sichtbar? Wenn dies der Fall ist, suchen Sie sofort Ihren Augenarzt auf!

Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge.



Die Makula bezeichnet die funktionelle Mitte der Netzhaut. Sie ist der Punkt des schärfsten Sehens. Bei Makuladegeneration lassen die Funktionen der Makula meist recht schnell nach, so dass das Gewebe der Makula verfällt. Am Ende des Verfalls sterben die Funktionen ab. Oft entstehen dabei sogar krankhafte Zell- bzw. Gefäßwucherungen, welche die Funktion zusätzlich beeinträchtigen. Die Degeneration führt zum vollständigen Verlust der Sehfunktionen.

Eine Ursache für dieses Augenleiden sei, dass an der Makula nicht mehr ausreichend Lutein vorhanden ist, erklärte Jens Dawczynski, der Leitende Oberarzt an der Augenklinik des Universitätsklinikums Jena. Dadurch werde die Makula, auch gelber Fleck genannt, buchstäblich grau.

Der Punkt des schärfsten Sehens auf der Netzhaut ist nur 1,5 Millimeter groß, enthält viele Millionen für das Sehen zuständigen Rezeptoren. Sie werden vom sogenannten Makula-Pigment, einer Art natürlichen Sonnenbrille des Auges, vor schädlichen Lichteinflüssen geschützt. Das Carotinoid Lutein kann die Ausdehnung dieser schützenden Schicht vergrößern, fand eine Gruppe von Ernährungswissenschaftlern unter Leitung von Volker Böhm aus Jena heraus.

Carotinoide gelten seit jeher als Wunderwaffe für bessere Sicht. Eine neue Studie der University of Georgia fasste nun noch einmal alle wichtigen Untersuchungen der letzten Jahre zusammen und kam zu einem eindeutigen Ergebnis: Carotinoide steigern nicht nur das Sehvermögen allgemein, sondern können die Augen auch vor altersbedingten Schäden bewahren. Die Metastudie erschien online im Fachmagazin "Journal of Food Science".

Interessant zu erfahren ist, dass die ersten Untersuchungen zu Lutein bereits über 200 Jahre zurückliegen. Francesco Buzzi identifizierte 1782 das Gelb der Macula und Max Schulze folgerte 1866, dass speziell gelbe Pflanzenfarbstoffe zur Verbesserung des menschlichen Sehens beitragen können.
 
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Schlagzeilen

Vitamin D kann vor Krebs schützen. Darauf weist Edward Giovannucci von der Harvard Universität in einem Übersichtsartikel hin.
Bereits in den 1980er Jahren kam die Hypothese auf, dass Vitamin D könne vor Krebs schützen kann. Diese Annahme gründete auf der Tatsache, dass Sonnenexposition die Vitamin-D-Spiegel erhöht und ein ständiger Aufenthalt in sonnenarmen Gebieten mit einer erhöhten Rate bestimmter Krebsarten einhergeht.
Giovannucci fasst noch einmal die Ergebnisse der Harvard-Kohortenstudien zusammen, die neben zahlreichen Fragestellungen auch der Vitamin-D-Hypothese nachgingen. Es handelt sich dabei um die Nurses' Health Studie, die Health Professionals Follow-Up Stude und die Physicians' Health Studie. Analysiert wurde, ob Plasmaspiegel und Aufnahme des Vitamins mit Nahrung oder Supplementen die Inzidenz maligner Tumoren beeinflussen.